AfD möchte: Homophobie etablieren

Gesellschaftliche Realität: Homosexuellen- und Transfeindlichkeit

Eine Umfrage der Hochschule Niederrhein zeigt, dass eine Akzeptanz von Regenbogenbeziehungen, trotz der Ehe für Alle, noch nicht in der Gesellschaft angekommen ist: Während nur 10,5 Prozent der Befragten sich unangenehm berührt fühlen, wenn sie die Umarmung eines heterosexuellen Paars miterleben, sind dies schon 27,5 Prozent, wenn es sich um ein lesbisches Paar handelt. Und 38,4 Prozent ist es unangenehm, ein Männerpaar zu sehen, das sich küsst.

Homo-, trans- und bisexuelle Menschen werden immer häufiger Opfer von Übergriffen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage des Grünenpolitikers Volker Beck hervor. Demnach wurden von Januar bis Ende Juli nach vorläufigen Zahlen 130 politisch motivierte Straftaten in der Kategorie Sexuelle Orientierung gemeldet. Das umfasst alle Straftaten gegen Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle. Im Vorjahreszeitraum waren es 102 politische motivierte Straftaten mit einem solchen Hintergrund gewesen.

Die Mehrzahl der Taten waren demnach Gewaltdelikte wie Körperverletzung, Raub oder Erpressung und Volksverhetzung.

Die Antwort der AfD:

Homophobie etablieren

Die AfD möchte das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben wiedereinführen (https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw41-de-gleichgeschlechtliche-ehe-570770) und erkennt Regenbogenfamilien nicht an. Außerdem fordert sie eine Rücknahme des Bildungsplanes („keine Homopropaganda an Schulen“) (WP S 40f.).