AfD möchte: Frauenrechte beschneiden und veraltetes Familienbild fördern

Gesellschaftliche Realität: Geschlechterungerechtigkeit

Frauen verdienen nach wie vor im Schnitt 21 % weniger als Männer.

65% der Frauen sind im Niedriglohnsektor angestellt und 66% in geringfügig beschäftigen Arbeitsverhältnissen. Rund 72% der unterbezahlten Pflegeberufe werden von Frauen ausgeführt. 60% der Rentnerinnen müssen mit einer Rente von unter 700 Euro auskommen

Rund 57 % der Frauen zwischen 40 und 60 Jahren kümmern sich neben der Kindererziehung noch um pflegebedürftige Familienmitglieder

Stark von Altersarmut betroffen -> 60 % der heutigen Rentnerinnen müssen mit 617 Euro im Monat auskommen.

Die Antwort der AfD:

Frauenrechte beschneiden und veraltetes Familienbild fördern

Gegen die Gleichstellung von Männern und Frauen

Die AfD möchte eine Abschaffung von Gleichstellungsbeauftragten (WP S. 41)

und spricht sich gegen eine Frauenquote (GP S. 56), Gleichstellung (WP S.12) und Equal Pay Day (WP S. 40) aus.

Frauen als Mutter und Hausfrau

Das „Bundesministerium für Familie, Senioren und Frauen“ soll „für Familie und Bevölkerungsentwicklung“ genannt werden, der Platz der Frau ist da schon vordefiniert in der Familie als Kinderbringerin (WP S. 37).

Nur Anerkennung von traditionellem Familienbild

Das verstaubte („traditionelle“) Familienbild und Rollenverständnis soll als einzig richtiges in Schulen gelehrt werden (WP S. 37).

Die AfD stellt sich gegen Alleinerziehende (siehe Sozialleistungen), Geld vom Staat soll es nur geben, wenn der andere Elternteil nicht alleinige Erziehungsverantwortung oder praktische Erziehungsleistung beansprucht (WP S. 38).

Der einzige Punkt, wo sich die AfD in der finanziellen Unterstützung großzügig zeigt ist, wenn es darum geht, das traditionelle Familienbild zu fördern (WP S. 40).

Sie möchte außerdem eine Wiedereinführung der Schuldfrage bei Scheidungen „schwerwiegendes Fehlverhalten“ (WP S.38).

Gegen körperliches Selbstbestimmungsrecht der Frau

Die AfD ist gegen das körperliche Selbstbestimmungsrecht der Frau bei Abtreibungen, sie möchte, dass diese Meinung in den Medien vertreten und an den Schulen gelehrt wird. Außerdem sieht sie „gesetzliche Korrekturen“ als einen „wirksamen Lebensschutz“ vor (WP S.39). Dieser Satz ist zwar unklar, jedoch kann von einer Forderung nach einem Abtreibungsverbot ausgegangen werden